Fidelity Digital weitet Bitcoin Custody-Dienstleistungen auf den asiatischen Markt aus

Die Krypto-Verwahrung in Asien steht vor einer weiteren Expansion, da Fidelity Digital Asset Services (FDAS) seine Dienstleistungen auf die Region ausdehnt.

Fidelity arbeitet mit Stapelfonds zusammen, um die Krypto-Verwahrung anzubieten

Laut Bloomberg soll Fidelity Digital hochvermögenden Privatpersonen und Unternehmen in Asien Krypto-Verwahrungsdienste anbieten. Dieser Schritt ist das Ergebnis einer Partnerschaft mit der in Singapur ansässigen Krypto-Währungsfirma Stark Funds.

Im Rahmen der Zusammenarbeit wird FDAS sichere Krypto-Verwahrungsdienste mit monatlichen Prüfungen und Versicherungsschutz für wohlhabende asiatische Kryptowährungs-Investoren anbieten. Angesichts der Aktienkurse in der von der Coronavirus-Pandemie betroffenen Region suchen mehr asiatische Investoren den Weg zu alternativen Anlageklassen wie Bitcoin (BTC) und anderen Kryptowährungen.

In der Tat ist es in Zeiten der Währungsabwertung wie in China zu einem massiven Zustrom in BTC-Kaufpositionen gekommen, die in der Regel zu einem Aufwärtstrend der BTC-Kurse beitragen. Der Mitbegründer von FDAS, Michael Collett, kommentierte die Erweiterung von FDAS nach Asien: „Es besteht ein kritischer Bedarf an Plattformen, die ein tiefes Verständnis dafür haben, was lokale und regionale Investoren suchen“.

Anfang Oktober veröffentlichte FDAS einen Bericht, in dem eine 5%ige Zuteilung an Bitcoin empfohlen wurde, da der größte Krypto eine geringe Korrelation mit traditionellen Anlagen aufweist. Das Unternehmen kündigte sein Krypto-Custody-Geschäft bereits 2018 an.

Der Einstieg von FDAS in das asiatische Krypto-Custody-Geschäft erfolgt zu einer Zeit, in der große Finanzinstitute in der Region ebenfalls sichere Speicherdienste für Krypto-Währungen anbieten wollen. Wie bereits zuvor von BTCManager berichtet, gab KB Kookmin, Südkoreas größte Geschäftsbank, Pläne bekannt, bereits im März mit dem Angebot von Krypto-Verwahrungsdiensten zu beginnen.

In der Tat hat es im Jahr 2020 einen Aufwärtstrend bei den etablierten Finanzinstituten gegeben, die Interesse an der Krypto-Verwahrung bekundet haben. Die Basler Kantonalbank, eine Schweizer Regierungsbank, gab im August bekannt, dass sie Bitcoin-Kredit- und Verwahrungsdienste anbieten werde. Anfang des Jahres brachte der Gesetzgeber auf Hawaii einen Gesetzentwurf ein, der es den Banken erlauben würde, Kunden Krypto-Verwahrungsdienste anzubieten.

Eine regulierte Verwahrungsarchitektur ist für ein breiteres institutionelles Engagement notwendig, insbesondere in Gerichtsbarkeiten, die Spielern mit großem Geldbeutel vorschreiben, ihre Vermögenswerte bei anerkannten Verwahrungsstellen zu verwahren. Große Krypto-Währungsbörsen wie Coinbase und Gemini haben auch ihre eigenen Krypto-Verwahrungsplattformen für institutionelle Anleger eingeführt.

Da die Verwahrung zu einem immer stärker reglementierten Markt wird, ist vielleicht der nächste Punkt auf der Tagesordnung die Einführung von Erbschaftsklauseln. Ein solcher Schritt würde dazu beitragen, im Rahmen der Nachlassverwaltung Investitionsbestände in Krypto-Währung einzurichten. In China gibt es bereits ein Gesetz, das es Bürgern erlaubt, Kryptowährung zu erben.